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Flasche des Monats: Inchdarnie (Mai 2026)

Der Kinglassie RAW Whisky ist kein typischer Dram für den gemütlichen Feierabend. Er ist eher ein Statement – rau, direkt und bewusst anders gedacht. Schon der Name „RAW“ deutet an, wohin die Reise geht: weniger Politur, mehr Ursprünglichkeit.

Herkunft & Philosophie

Der KinGlassie Single Malt ist der Name des stark getorften Fife Single Malt Scotch Whisky. Für die Herstellung des Single Malts aus der Lowland Brennerei wurde ausschließlich Gerstenmalz aus Fife verwendet, welches mit Torf vom Festland auf über 50 ppm gedarrt wurde. Der Whisky wurde acht Jahre lang durchgehend in den Lagerhäusern der Brennerei in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche gereift.

Das Endergebnis ist ein limitierter Whisky, der den Destilleriecharakter mit einer ausgeprägten Rauchigkeit vereint. Fife ist eine nördlich von Edinburgh gelegene Halbinsel, die ideale Bedingungen für den Anbau von Gerste und Roggen bietet. Die vielseitige Herangehensweise verleiht jeder Abfüllung der 2015 gegründeten Brennerei aus Fife eine unverwechselbare Komplexität.

Nase
Hier merkt man sofort: Das ist kein weichgespülter Mainstream-Whisky. Er bietet in der Nase frisches Getreide (fast wie feuchtes Malz), grüne Äpfel und Birnenschale. Durch seine leichten Hefenoten wirkt er fast brotig, begleitet von einem Hauch Zitrus und Kräuter.

Gaumen
Am Gaumen wird er lebendig und kantig. Es entfalten sich zu Beginn eine gewisse Malzigkeit sowie eine leichte Süße. Dann wird der Kinglassie RAW schnell würziger und trockener mit Anklängen von Apfelmost, Zitronenzeste und etwas weißer Pfeffer. Immer präsent, aber nie dominant: eine dezente Holzstruktur. Es bleibt ein Eindruck: bewusst ungeschliffen.

Finish
Der Abgang ist mittellang und charakterstark: Der Kinglassie RAW bleibt trocken und leicht adstringierend. Seine feinen Bitterstoffe ziehen sich elegant durch
ein Hauch von Zitrus.

Der Kinglassie RAW ist kein Whisky, den man jedem einschenkt. Er richtet sich eher an Neugierige, an Leute, die wissen wollen, wie Whisky vor der Perfektion schmecken kann. Er ist spannend, manchmal sperrig – aber genau das macht ihn interessant. Wer genug von glattgebügelten Standardabfüllungen hat, findet hier ein kleines Abenteuer im Glas.

Die InchDairnie Distillery

Die InchDairnie Distillery ist so etwas wie der Nerd im Raum der schottischen Whiskywelt – jung, hochmodern und mit einem fast wissenschaftlichen Ansatz. Statt sich auf Tradition allein zu verlassen, dreht sich hier vieles um Innovation, Technik und Geschmacksexperimente.

InchDairnie ist keine Destillerie für Puristen, die nur auf Tradition setzen. Sie ist eher ein Spielplatz für Ideen – ein Ort, an dem Whisky neu gedacht wird.

An dieser Stelle wird es richtig interessant. InchDairnie ist keine klassische Brennerei – sie ist eher ein Labor für Geschmack.

  • High-Tech-Destillation
    Die Anlage wurde von Anfang an so gebaut, dass sie maximale Aromenausbeute liefert. Moderne Technik und präzise Steuerung stehen im Mittelpunkt
  • Experimentelle Getreidearten
    InchDairnie denkt Whisky neu. Sie produzierte einen der ersten Rye Whiskys (Roggen) in Schottland seit über 100 Jahren. Darüber hinaus wurde testweise ein Hafer-Whisky wurde produziert. Das Ziel hinter all diesen Experimenten: neue Texturen und Aromen jenseits von klassischem Gerstenmalz.
  • Eigene Still-Technologie
    Die Brennerei nutzt speziell entwickelte Brennblasen (z. B. die „Lomond Hill Still“), um gezielt Einfluss auf das Aromaprofil zu nehmen
  • Der „Grain to Bottle“-Ansatz
    InchDairnie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz mit Kontrolle über Rohstoffe, präziser Prozesssteuerung und Fokus auf Geschmack statt Tradition. Das Ganze wirkt fast wie bei der Herstellung eines Craft Beers – nur eben auf Whisky übertragen.

Das hört sich spannend an? Gibt es davon noch eine Flasche oder ein 10cl Sample zu kaufen? Einfach mal Kontakt mit uns aufnehmen.